Es ist mal wieder Zeit fuer ein kleines Update meiner Reiseaktivitaeten. Nachdem wir Donnerstag abend in Queenstown angekommen waren und dort bei "Fergburger" den groessten Burger ueberhaupt konsumiert haben (SUPER LECKER, oder hab ich das schon geschrieben), sind wir am naechsten Morgen von einem wiedermal aeussert bizarren Busfahrer abgeholt worden und haben so unsere Reise nach Milford Sound angetreten. Milford Sound liegt im Fjordland National Park und sobald wir diesen mit unserem Psycho-Busfahrer uebertreten hatten, wurde einem schon so langsam bewusst, was einen erwartet: Ein Fjord ist ein weit ins Festland hineinreichender Meeresarm, der sich dort ueber 15 km von der tasmanischen See erstreckt und von bis zu 1200 m hohen Felswaenden umgeben ist...und diese gigantischen Riesenberge haben einen im Nationalpark ueberall umgeben.

Der Busfahrer, der uns waehrend unsere 7-stuendigen Busfahrt kontinuierlich auf das Toeten von Possums und Stoats abgerichtet hat (weil diese Tiere hier keine natuerlichen Feinde haben und somit alle von den Kiwis geliebten Voegel vernichten...), hat uns dann in Milford am Bootsterminal abgeladen und uns beaengstigender Weise auch noch auf der Bootsfahrt begleitet. Ich glaube ich fand ich nur unsympathisch weil er mich an Patrick Bateman aus American Psycho erinnert hat und dann auch noch dieses ganze "Toetet Possums"-Gerede vom Stapel gelassen hat, dabei sind die so niedlich... Wie dem auch sei: in alter Tradition hat es an diesem TAg natuerlich in Stroemen geregnet, worueber wir zunaechst ohne Ende geflucht haben. Aber wie sich zeigten, war der Regen in dieser Kulisse nur vorteilhaft, weil dadurch unzaehlige Wasserfaelle entstanden sind, die von diesen Megabergen ihren Weg ins Fjord gesucht haben...Als wir also auf unserem Boot so den Fjord entlang schipperte, hat man sich echt wie auf einer Reise durch Mittelerde gefuehlt. Irgendwie kommt man sich zwischen all diesen Monsterbergen auf einem Fjord der zur recht rauhen tasmanischen See fuehrt einfach nur ausgeliefert und machtlos vor. Wirklich eine absolut imposante Kulisse.

Da die Schiffstour incl. Water acitvities gebucht war, haben wir uns auch die Kajaktour auf dem Fjord im Monsumregen nicht nehmen lassen: jawohl, Jessica und ich sind also bei eisiger Kaelte in die Kajaks geklettert und sind logischer weise komplett nass geworden. Schon recht eingefroren konnte man sich jedoch so wenigstens die Wasserfaelle von ganz nah ansehen und bis ans Ufer padeln. Das ich nicht direkt im Kajak an einer Lungenentzuendung gestorben bin, grenzt an ein Wunder. Genauso wie die Tatsache, dass ich trotz absoluter Abstinenz eines Ruder- oder Padeltalentes es irgendwie geschafft habe, wieder zum Boot zurueckzukommen. Ich glaube, das verdanke ich der kleinen Schulung beim Kanu-Fahren-Lehrstuhlausflug im letzten Jahr, bei dem mir der Chef persoenlich erklaert hat, wie man es schafft nicht nur im Kreis zu fahren.
Wie dem auch sei: Milford Sound wird nicht umsonst als das 8. Weltwunder bezeichnet und ist ein Muss fuer jeden Neuseelandreisenden. Insbesondere der REgen macht das Erlebnis nocheinmal besonders spektakulaer und dramatisch.
Unsere naechste STation bestand dann in einem Besuch bei Hannah in Dunedin. Hannah macht jetzt nach Abschluss ihres BWL-Studiums in Aachen sowas wie ein Aufbaustudium in Dunedin und hat uns die Stadt gezeigt. Besonders beeindruckend war die High-Tec-Einrichtung der Universitaet (Photo).

Nach der Stadtbesichtigung (die aus genau drei Stationen bestand) sind wir dann abends auf eine Abschiedsparty einer deutschen Kommilitonin von Hannah gegangen. Man nennt das ganze dort wohl auch "potluck" was im deutschen soviel heisst wie "mit dem Vorlieb nehmen was es zu Essen gibt"...und das war da eine ganze Menge. Insbesondere das Nachtischbuffet hat bei Jessica und mir soviel Eindruck geschindet, dass wir uns direkt hinter den Buffettisch gesetzt haben. Diese Poleposition hatte nicht nur den vorteil, dass man alle beobachten und deren Verzehrmenge nachverfolgen konnte, sondern auch, dass man problemlos alle 7 Kuchen, die zwei Eissorten, die Kekse, den Obstsalat und die Waffeln probieren konnte...das haben wir dann auch getan. Mit der Folge, dass wir uns den ganzen Abend nicht mehr von der STelle bewegen konnten.
Insg. ist Dunedin aber auch sonst recht schoen, da es ein bisschen an Schottland erinnert.
Bei der naechsten Station am Lake Tekapo hat uns ein traumhaft idyllischer SEe erwartet. Egal wann man auf den See geschaut hat, man hatte stets den Eindruck ohne Probleme Postkarten-Bilder schiessen zu koennen. Ansonsten ist der Ort nicht so spektakulaer, da die Einwohnerzahl auch nur dreistellig ist (was ich immer noch anzweifle).

In erster Linie dient der Ort wohl als Ausgangspunkt fuer Tagestouren zum Mount Cook, dem groessten Berg Neuseelands. Aufgrund des schoenen Wetters, das uns seit unserer Ankunft an der Ostkueste in Dunedin begleitet, konnten wir den Berg mit seiner Schneekrone auch aus der Ferne sehen.
Z.Z. sind wir in Christchurch....aber darueber spaeter mehr....




















